2020 – das sah auf den ersten Blick nach einer sehr adretten Jahreszahl aus, leicht zu merken und grafisch ausgewogen. In die Weltgeschichte eingegangen ist es inzwischen eindeutig eher als, nun ja, ziemliches Arschlochjahr, um ein klares Wort zu finden, das allerhöchstens ein paar Punkte in der B-Note durch die Abwahl von Donald Trump sammeln konnte. Davon abgesehen ließe es sich leicht umbenennen in „Und dann kam Corona“. (Falls unvorstellbarerweise irgendwann jemand nicht mehr wissen sollte, was es damit auf sich hatte: das Coronavirus verursacht eine Atemwegserkrankung, die wir hierzulande erst einmal für ein vornehmlich chinesisches Problem hielten, bis das Virus im Sprinttempo auch bei uns einmarschierte, die meisten von uns wenigstens zeitweise in quarantäneähnliche Zustände versetzte und neben zahllosen Menschenleben auch gleich das öffentliche Leben sowie das ein oder andere Grundrecht einkassierte.) Das ging auch an meinem Laufjahr nicht spurlos vorbei. Dieses wiederum begann...
Ich heiße Johanna, war ein furchtbar unsportliches Kind und habe Englisch und Philosophie studiert. Mein Leben lang bin ich auf die eine oder andere Weise gerannt, doch seit ich 2008 tatsächlich mit dem Laufen begonnen habe, bin ich immer mehr auch angekommen. Um dieses Element in meinem Dasein, welches mir zugleich Fundament und Bewegung bedeutet, soll es hier gehen: das Laufen.