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Posts

Frühsport

Waschküchenwetter ist schon seit Wochen, seit einigen Tagen ist es zusätzlich auch noch warm. Heiß, fast. Schwül. Ohne Decke kann ich trotzdem nicht schlafen, schwitze aber manchmal sogar im Winter schon unter unserer wirklich nicht besonders dicken Decke. Jetzt ist es fast unerträglich im Schlafzimmer, das sonst eigentlich schön dunkel und kühl ist. Es ist zehn nach vier. Marc ist gerade aufgestanden und sitzt jetzt bestimmt schon mit einem Becher Kaffee am Schreibtisch. Ich kann mich um diese Uhrzeit normalerweise nicht einmal an meinen Namen erinnern. Heute bin ich aber hellwach. Den Wecker habe ich auf 5.30 Uhr gestellt, das ist für mich mehr als sportlich. Ebenso sportlich ist der Beweggrund: Ich habe fest vor, heute früh vor der Arbeit laufen zu gehen, denn für die Mittagspause ist es momentan a) viel zu brütend und b) ist der Rheinauhafen voller oberkörperfrei sportelnder Astralkörperausführer, da fühle ich mich erstens deplatziert und zweitens will der Brechreiz einfach nicht...

Running in Circles

Running to me is freedom. It makes everything fall into the right place, it puts me into a state of mind where everything seems possible. Actually, anything IS possible, that I know by now. I was not really a fat or obese child, but I have always been the person in school who finished the lap on the running track last, I was the person nobody wanted on their volleyball team and during the years in school I had to take quite a lot of spite and malice for being not so slender, athletic or sporty. I was only in third grade, when my teacher told me that I am simply not a sporty person and that I just had to go with it: „Some are sporty, others are not, so you won’t get better than a C anyway.“ Sometimes I would really like to talk to that teacher, Mrs. Schneider, who ironically wrote into my Schoolfriends-Book that the thing she wishes to accomplish in life is finishing a marathon, and tell her that by now I have done so already. Twice. So what has changed? I take comfort in the idea, ...

Cleaning the eating

Um es gleich ganz klar zu sagen: Ich bin kein Freund von Diäten. Also, nicht mal ein bisschen. Ich finde essen super und bin inbrünstig der Meinung, dass Leute, die kein Brot essen, seltsam sind. Oder vielleicht aus Holland kommen und eben nicht wissen, was ihnen entgeht. Ich liebe Pasta in allen Variationen und mein Sonntag ist dann am schönsten wenn ich Scones, Bagels oder Monster Brownies backen konnte. Punkt zwei: Ich weiß, dass ich nicht dick bin – und bei mir ist auch keine Essstörung in Sicht oder so. Ich laufe mit dem absolut beneidenswerten BMI von 22 durch die Weltgeschichte, das ist genau in der Mitte und alles ist toll. Ich finde mich auch nicht dick.   Wirklich nicht! Aber. Das alles ändert nichts an den folgenden Tatsachen: Im Laufe der letzten zwei Jahre habe ich fünf Kilo zugenommen. Erster Job und so. Schreibtisch. Völlig normal. Trotzdem habe ich mich vorher wohler gefühlt. Außerdem habe ich Bauchmuskeln. Jaah, wenn ich sie anspanne, sieht man auch n...

Beginnings

Es gibt so viele verschiedene Startpunkte für einen Lauf. Nicht nur örtlich betrachtet - um an dieser Stelle einen Anglizismus zu bemühen: Das Setting kann so unterschiedlich sein! Ich habe oft darüber nachgedacht, wann ich eigentlich mit dem Laufen begonnen habe. Um ganz ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht mehr. Die ersten bleibenden Laufeindrücke, an die ich mich erinnere, waren im tiefen Finnlandschnee. In meinem heutigen Fachsimpel-Läuferlatein wären das vermutlich knallharte Trailläufe gewesen. Weite, weiß und einsam - später unerreicht und doch nur ein Anfang. Der Neusser Scheibendamm gehört auch zu meinen ersten Laufschritten und eigentlich weiß ich nicht mehr, wann aus dem Lauf-Geh-Gemisch ein Laufen ohne Pausen wurde - ich weiß aber noch ganz genau, wie unfassbar stolz es mich gemacht hat. Schon komisch: Ich habe als erwachsener Mensch das Laufen neu gelernt und meine Erinnerungen daran sind inzwischen fast genau so verschwommen wie an die ersten Kindheitserinnerungen.  ...

Startschuss

Es ist soweit: Der erste Lauf des Trainingsplans liegt hinter mir. Es fühlte sich fast ein bisschen feierlich an, als ich die Füße auf den Asphalt setzte und loslief. Endlich wieder konkrete Zahlen und keine Ausreden mehr. Ein bisschen hatte ich es vor mir hergeschoben, aber jetzt, da der Countdown sozusagen läuft, ist es ein gutes Gefühl. Entschlossenheit, ein Ziel vor Augen. Ein Marathon beginnt nicht an der Startlinie. Wer sich schon einmal auf diesen langen Weg begeben hat, weiß genau, dass er länger ist als 42,195 Kilometer. Das Durchhalten beginnt früher. Zehn bis zwölf Wochen vor dem Rennen, je nach Plan, beginnt die Askese des Marathonläufers: Verzicht auf Bier, Zigaretten und eine ganze Menge Freizeit, endlose Tests verrückter Nahrungsmittel bei langen Läufen, das nervöse Fiebern, wie das Wetter am Sonntag wird und die bis zum Renntag nicht enden wollende Angst vor Verletzungen oder einer simplen Erkältung. Heute ist also gewissermaßen der Startschuss gefallen. N...

Hoka Hey!

Zunächst einmal, um das gleich vorab zu klären: Nein, das sind keine Luftkissenboote, und nein, man kann darauf nicht übers Wasser gehen - aber ja: Man läuft wie auf Wolken. "Time to fly" ist der ziemlich vollmundige Slogan der Ultralaufschuhmarke #Hoka - und er wird definitiv eingelöst.  Time to fly? Was für manch anderen die weihnachtliche Geschenkebescherung ist, das ist für die geneigte Läuferin (also mich) ein Ausflug nach Bochum Wattenscheid. Dort findet sich nämlich nicht nur der legendäre TV Wattenscheid 01, sondern auch der Laufladen meines Vertrauens mit dem standortgemäßen Namen "Wat läuft?". Voller Vorfreude mache ich mich also an einem wunderschönen Sommersamstag auf den Weg von Neuss nach Bochum um meine Laufgarderobe um großartiges neues Equipment zu bereichern. Samt meinen alten Laufschuhen (todesmutig im Runnerspoint-Schuhbeutel - was soll ich sagen, der Schuhbeutel ist einfach gut) geht es zur beratenden Audienz mit dem "Dealer...