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Geh raus, das Wetter ist so schön!





Draußen sein ist wie Fenster aufmachen, nur krasser.

Diesen beliebten Elternspruch kennt ja wahrscheinlich wirklich jeder (oder wenigstens von den Großeltern): Kind, die Sonne scheint, geh doch draußen spielen!

Ich muss sagen, bisher hat mich das neue Jahr noch nicht mit seinen außergewöhnlich schönen Wettervorlagen überzeugt. Kaum waren wir aus den sonnigen Flitterwochen (Mini-Update: Zwischendurch wurde geheiratet, geflittert, geweihnachtet, geneujahrt und jetzt müssen alle wieder arbeiten) zurückgekehrt, war das heimische (will heißen nordrhein-westfälische) Wetter wie erwartet eher so mittel. Zuletzt auch maximal bescheiden. Die Laufmotivation für den Außenbereich wollte sich trotz allerallerbester Vorsätze aber auch so gar nicht einstellen. 

An dieser Stelle muss ich dem Urban Sports Club und den mir dank dieser fantastischen App zur Verfügung stehenden Sporteinrichtungen ein großes Lob aussprechen: Ohne diese sehr schicken und angenehmen Indoor-Fitness-Varianten und ihre Laufbänder wären auch meine guten Vorsätze eher schon wage Erinnerungen. 

Teaching an Ü30-Dog new Tricks

So habe ich in der Konsequenz in den letzten Wochen meinen Fokus etwas verlagert und mich zur Abwechslung immerhin mal ordentlich um Krafttraining, Stabi, Beweglichkeit und solche Dinge gekümmert. Und, ganz wichtig: Ein paar neue Sachen ausprobiert! Ich war beim Ballet Flow, beim Ü-30-Fitness-Kampfsport-Training (ja, ich weiß, mir doch egal), bei Les Mills Body Pump und Combat und sogar beim Aquafitness (was eindeutig anstrengender ist, als ich dachte!). Denn auch das gehört zu meinen, sagen wir mal lieber Vorhaben fürs angebrochene Jahr: Raus aus der Komfortzone, nicht nur beim Laufen in Sachen Tempo- und Intervalltraining, sondern auch was die Bewegungsabläufe und den eigenen Horizont angeht. Damit meine ich jetzt gar nicht, das man sich ständig quälen soll (klar, muss auch manchmal sein), sondern dass man einfach andere Wege beschreitet, auch sportlich.

Es kostet immer Überwindung, in eine ganz neue Klasse oder sogar einen ganz neuen Laden zu gehen oder sich an einen Sport zu wagen, in dem man absoluter Beginner ist oder den man lange nicht mehr gemacht hat (nicht wahr, Kickboxen?) – aber wenn man Glück hat, macht es einfach tierisch Spaß und man trifft vielleicht sogar auf nette Mitstreiter. Manchmal ist es auch blöd. Dann geh ich einfach nicht wieder hin.

Ach ja, aber laufen. Das ist manchmal auch blöd. Wenn man lange nicht mehr so richtig laufen war, zum Beispiel. Wenn man lange nur auf dem Laufband gelaufen ist, dann war man leider auch lange nicht mehr so richtig laufen, habe ich heute festgestellt. Blöd war’s aber trotzdem nicht. Denn das Wetter war wirklich so schön. Auch hier in Köln.


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