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Geh raus, das Wetter ist so schön!

Draußen sein ist wie Fenster aufmachen, nur krasser.
Diesen beliebten Elternspruch kennt ja wahrscheinlich wirklich jeder (oder wenigstens von den Großeltern): Kind, die Sonne scheint, geh doch draußen spielen!
Ich muss sagen, bisher hat mich das neue Jahr noch nicht mit seinen außergewöhnlich schönen Wettervorlagen überzeugt. Kaum waren wir aus den sonnigen Flitterwochen (Mini-Update: Zwischendurch wurde geheiratet, geflittert, geweihnachtet, geneujahrt und jetzt müssen alle wieder arbeiten) zurückgekehrt, war das heimische (will heißen nordrhein-westfälische) Wetter wie erwartet eher so mittel. Zuletzt auch maximal bescheiden. Die Laufmotivation für den Außenbereich wollte sich trotz allerallerbester Vorsätze aber auch so gar nicht einstellen. 
An dieser Stelle muss ich dem Urban Sports Club und den mir dank dieser fantastischen App zur Verfügung stehenden Sporteinrichtungen ein großes Lob aussprechen: Ohne diese sehr schicken und angenehmen Indoor-Fitness-Varianten und ihre Laufbän…
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Nicht laufen

Jetzt ist es echt passiert: Ich habe einen Laufwettkampf (angemeldet, bezahlt, Startnummer schon abgeholt) einfach ausfallen lassen, weil ich keine Lust hatte. Also, fairerweise muss man sagen, wir haben den zu viert ausfallen lassen, denn es wäre ein Staffelmarathon gewesen. Mein Abschnitt wären irgendwie zölfkommafünf Kilometer oder so gewesen - ganz ehrlich, wer läuft denn sowas? Dafür kann man doch auch gar nicht vernünftig trainieren (was ich auch vorsichtshalber erst gar nicht gemacht hatte). Anne hatte dann Fuß, Nina Erkältung und ich hatte irgendwie keine Lust. Und Marc auch nicht so doll.
Es war super Laufwetter. Wir sind dann brunchen gegangen. Das kann ich sehr empfehlen für schöne Herbstsonntage.
Schönes Café zum brunchen
Schöner Lauf zum (nicht) laufen

Mal kurz laufen

Die Marathondistanz wird unter Läufern gerne auch anerkennend die "Königsdisziplin" genannt: Ehrfuchtgebietend steht sie auf ihrem Balkönchen und winkt sachte, denn 42,195 km muss man ja auch wirklich erstmal schaffen, keine Frage. Mir ging (und geht) es da nicht anders, aus eigener, teils schmerzvoller Erfahrung weiß ich, dass das wirklich verdammt weit ist. Zu Beginn des Läufer-Daseins kommt einem diese Strecke fraglos wahnsinnig vor, man selbst sieht sich außerstande, jemals so viele Kilometer am Stück zu laufen. Wer es eines Tages doch schafft, dem schwillt zurecht die Brust vor Stolz.
Apropos königlich: Den letzten Marathon bin ich vor ein paar Wochen in Stockholm gelaufen - ganz klar der anstrengendste Mädelstrip, den Tine und ich je unternommen haben! Überhaupt war das in Sachen Anstrengung, Schmerzen und Zeit der schlimmste Lauf - dafür mit Sicherheit eine der coolsten BFF-Aktionen aller Zeiten und daher will ich den Rest in Schweigen hüllen und einfac…

Ten Years

Woah, Zehnjähriges! Ohne Witz, so ungefähr zehn Jahre laufe ich jetzt schon. (Nicht am Stück. Ich bin ja nicht Forrest Gump. Aber wirklich ziemlich regelmäßig!) Hätte mir das vor, sagen wir mal elf oder zwölf Jahren jemand gesagt, hätte ich mich vermutlich gewundert. Komisch, hätte ich gedacht, ich? Meine Sportlehrerin in der Grundschule hatte mir gesagt, ne Drei, mehr ist nicht drin, ich sei eben unsportlich, dafür könnte ich ja andere Sachen. (Ich weiß, das hab ich schonmal erwähnt, aber ich kann es halt nicht vergessen - meehhh.) Dabei war es irgendwie immer geblieben. Damals war ich sehr traurig, aber ich nahm dieses Urteil mehr oder weniger mit einem Achselzucken hin. Was soll man da auch machen? Also war ich eben unsportlich, den Job musste ja wohl auch einer machen, nahm ich an. Das war's dann eben, quasi für immer.
Ich hätte aber auch gar kein richtiges Bild von mir heute gehabt, glaube ich, also nicht in der zweiten Klasse und auch nicht vor zwölf Jahren, da…

Stockholm 2018, Honolulumarathon und der Sockenkönig

Hi Blog. Da bin ich wieder. ABSOLUTER WAHNSINN DASS SCHON WIEDER ZWEI JAHRE VORBEI SIND! Aber nun ja, was soll's. 2011 haben wir angefangen uns zu unterhalten - und echte Freundschaften halten so eine Funkstille schon aus. Zu meiner Entschuldigung: Es ist echt höllenviel passiert in der Zwischenzeit. Dieses Studium, von dem ich im letzten Beitrag ja auch kurz sprach, ist jetzt endlich vorbei und ich darf mich ganz offiziell nicht mehr nur Magistra sondern auch MBA nennen. Krass, wie viel Arbeit das war - ganz ehrlich, das mach ich nicht nochmal!
Plötzlich habe ich wieder total viel Zeit zum laufen und ich muss auch nicht mehr um halb sechs aufstehen, damit es mit dem Trainingsplan klappt. Apropos viel: Letztes Jahr waren Marc und ich auf Hawaii (unfassbar schön!) und sind dort den Honolulu Marathon gelaufen (unfassbar voll!). Es soll ja so Leute geben, die haben Listen darüber, was sie in ihrem Leben mal so gemacht haben wollen (räusper). Ich halte mich dazu bedeck…

Time Warp

Waschküchenwetter ist schon seit Wochen, seit einigen Tagen ist es zusätzlich auch noch warm. Heiß, fast. Schwül. Ohne Decke kann ich trotzdem nicht schlafen, schwitze aber manchmal sogar im Winter schon unter unserer wirklich nicht besonders dicken Decke. Jetzt ist es fast unerträglich im Schlafzimmer, das sonst eigentlich schön dunkel und kühl ist.

Es ist zehn nach vier. Marc ist gerade aufgestanden und sitzt jetzt bestimmt schon mit einem Becher Kaffee am Schreibtisch. Ich kann mich um diese Uhrzeit normalerweise nicht einmal an meinen Namen erinnern.


Heute bin ich aber hellwach.


Den Wecker habe ich auf 5.30 Uhr gestellt, das ist für mich mehr als sportlich. Ebenso sportlich ist der Beweggrund: Ich habe fest vor, heute früh vor der Arbeit laufen zu gehen, denn für die Mittagspause ist es momentan a) viel zu brütend und b) ist der Rheinauhafen voller oberkörperfrei sportelnder Astralkörperausführer, da fühle ich mich erstens deplatziert und zweitens will der Brechreiz einfach nicht…

Running in Circles

Running to me is freedom. It makes everything fall into the right place, it puts me into a state of mind where everything seems possible. Actually, anything IS possible, that I know by now. I was not really a fat or obese child, but I have always been the person in school who finished the lap on the running track last, I was the person nobody wanted on their volleyball team and during the years in school I had to take quite a lot of spite and malice for being not so slender, athletic or sporty. I was only in third grade, when my teacher told me that I am simply not a sporty person and that I just had to go with it: „Some are sporty, others are not, so you won’t get better than a C anyway.“ Sometimes I would really like to talk to that teacher, Mrs. Schneider, who ironically wrote into my Schoolfriends-Book that the thing she wishes to accomplish in life is finishing a marathon, and tell her that by now I have done so already. Twice.

So what has changed?

I take comfort in the idea, tha…